Blasmusik NEU denken

Unser Blasmusikgenre gilt als besonders traditionelles und geerdetes Musikgut. Gerade deshalb ist es bemerkenswert, dass sowohl die Stilistik als auch das Ansehen der Blasmusik in den vergangenen Jahrzehnten einen sicht- und hörbaren Progress unterlagen. Die instrumentale Erweiterung und Entwicklung, das breite Kompositionsgut für das Genre Blasmusik, das fachliche Know-how unserer Musikerinnen und Musiker durch unser ausgebautes Musikschulwesen und auch der geschichtliche Werdegang Österreichs, der im direkten Bezug neue musisch-kulturelle Bahnen für uns ebnete, tragen zum Wachstum des Blasmusikwesens bei. Genügend Gründe, um dieses Musikgut genauer unter die Lupe zu nehmen:
 
Für uns als Musizierende und Ausführende ist Blasmusik mehr als nur eine Stilistik. Wir verbinden mit diesem Genre Idealismus, Neugier an der Materie, Spielfreude, Gemeinschaft, Tradition, Dynamik und Frische. Blasmusik ist unkonventionell und zugleich bodenständig, erhaben, aber auch volkstümlich. Diese verschiedenen Facetten regen dazu an, Blasmusik immer wieder „neu zu denken“ und erneut zu betrachten. Besonders als Kapellmeisterinnen bzw. als Kapellmeister sind wir gefordert, zeitgemäß bezugnehmend auf unsere Literaturauswahl zu denken und zu handeln, Bewährtes mit Neuem in Einklang zu bringen, gesellschaftsfördernd und publikumsnah zu Musizieren und alte Handlungsmuster aufzubrechen, um NEUEN Gedanken und Zugängen zum Musizieren und Interpretieren Platz zu schaffen. Blasmusik NEU zu denken erfordert Mut, Wissensdurst und Know-How, um gemeinsam dieses geerdete Musikgut auf eine avantgardistische Ebene zu stellen. Lasst uns gemeinsam diesen Schwung nutzen, um unser Blasmusikwesen stetig weiterzuentwickeln.
 
Prof. Walter Rescheneder
Bundeskapellmeister

Nächste Veranstaltung "Blasmusik NEU denken":
Mittwoch, 28. März 2018, 16.00 – 21.00 Uhr
Carinthische Musikakademie Ossiach
> Hier geht es zu den detaillierten Info. 

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